• Wolfgang

Weniger Wildkraut und mehr Ertrag durch Mulchen im Garten

Aktualisiert: März 20

Früher waren Pflügen und Eggen bewährte Methoden, die sich aber negativ auf wichtige Mikroorganismen des Bodens auswirken. Heute ist Mulchen vermutlich eines der Lieblings-Gesprächsthemen von Bio-Gärtnern. Die Permakultur hilft uns auf die Natur zu hören und dem Boden das zu geben, was er braucht. Den Gärtner freut es, denn es bedeutet weniger Aufwand und durch die schützende Bodenschicht kommt auch weniger Beikraut durch.


Mittlerweile ist nachgewiesen, dass weniger intensive Bodenbearbeitung besser ist. Häufiges Pflügen oder Eggen führt zu Erosion, Verschlämmung und reduziert die Tragfähigkeit und Fruchtbarkeit des Bodens. In der Permakultur wird gleich komplett auf Bodenbearbeitungsmaßnahmen verzichtet. Stattdessen werden Beete gemulcht, also mit organischem Material bedeckt. Und das hat viele Vorteile. Der Mulch hält Unkraut fern, versorgt den Boden mit Nährstoffen und speichert die Feuchtigkeit. Gleichzeitig ist das Mulchmaterial kostenlos, wenn es vom eigenen Garten genommen wird. Und bei manchen Sorten führt es sogar zu einem höheren Ertrag. Wenn ihr folgende Tipps befolgt, könnt ihr genau diese Vorteile nutzen.



Für den Gemüsegarten eignen sich Schafs-, Hühner- oder Kaninchenmist sowie Pappkarton als Mulchmaterial. Im Winter kompostiert das Material und im Frühjahr können starkzehrende Pflanzen darauf angebaut werden. Durch die Abdeckung wird ein Großteil der ungewollten Wildkräuter und Gräser am Wachstum gehindert. Wichtig ist, dass die Mulchschicht dick genug ist und sich die einzelnen Pappkartons mehrere Zentimeter überlappen. Da Samen von Wildpflanzen im Boden nie ganz vermeidbar sind, sollten Keimlinge frühzeitig gejätet oder gehackt werden, bevor die Pflanzen neue Samen tragen.


Materialien die als Mulch in Frage kommen sind Blätter, halb verrottetes Laub, kleine Äste und Zweige, Rasenschnitt, Heu, Brennesseln und Beinwell. Mist sollte nicht frisch verwendet werden, eine Lagerung von mindestens einem Jahr wird empfohlen. Stallmist sollte wegen der Pflanzenverträglichkeit zunächst kompostiert werden.


Auch Tierhaare können in der Mulchschicht verarbeitet werden. Wer an Schafswolle kommt kann auch diese zerkleinert auf die Beete legen. Wolle ist reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium und versorgt den Boden mit wichtigen Nährstoffen.


Nicht alle Materialien eignen sich überall. Wichtig ist, dass man auch die Geschichte der Fläche berücksichtigt und gut beobachtet wie sich die Pflanzen entwickeln.


Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für richtiges Mulchen findet ihr bald auch in unseren Online-Kursen. Bleibt informiert und meldet euch für unseren Newsletter an.


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