• Wolfgang

Mit weniger Aufwand, ohne Pestizide mehr Erträge als durch konventionellen Anbau? Ja, das geht!

Häufig herrscht der Glaube vor, dass durch den Einsatz von Pestiziden und chemische Düngemittel oder durch andere Maßnahmen der konventionellen Landwirtschaft die Erträge höher sind als bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Durch Mischkulturen, Bodenverbesserung und andere Maßnahmen, wie sie bei einer regenerativen Bewirtschaftung vorkommen, stimmt diese Behauptung allerdings nicht.


In der modernen Landwirtschaft kommt es häufig vor, dass Flächen, die monokulturell bewirtschaftet werden, unter Schädlingsbefall, Pflanzenkrankheiten oder schlechter Bodenqualität leiden. Diesen Problemen wird dann in der Regel mit Betriebsmitteln beigekommen, die chemisch hergestellt werden. Diese sollen die Bodenfruchbarkeit steigern oder Schädlinge und Unkraut bekämpfen. Ohne diese Mittel würden den Landwirten ganze Ernten wegbrechen, die Erträge würden beachtlich sinken.


Ökologische Landwirte setzen zwar organische und natürliche Hilfsmittel ein, jedoch kämpfen auch diese gegen die gleichen Probleme wie ein konventioneller Landwirt. Dies führt dazu, dass ökologische Landwirte oftmals zwischen 30 und 50 Prozent weniger ernten als ihre konventionellen Kollegen.


Auch aus diesem Grund ist ein Umdenken erforderlich. Wie ihr in unserem Blog-Artikel nachlesen könnt, gibt es bereits Alternativen zur modernen Landwirtschaft. Die oben beschriebenen Probleme sind schon lange erkannt, jedoch hat sich bis dato leider keine dieser alternativen Anbaumethoden in der Masse durchgesetzt. Ihr könnt uns helfen das zu ändern!


Bei einer permakulturellen Bewirtschaftung plant man seine Fläche langfristig und erarbeitet ein Konzept, das nachhaltig mit wenig Aufwand gute Erträge abwerfen soll. So erspart man sich personelle Ressourcen und teure Betriebsmittel. Der Unterschied zur modernen Landwirtschaft ist, dass man sich bei der Permakultur mit Mischkulturen und Symbiosen beschäftigt und die Ressourcen vor Ort nutzt, statt immer neue Betriebsmittel zu kaufen.



Ein Permakultur-Betrieb wirft in der Regel pro Jahr 30 bis 60 Tonnen pro Hektar Ertrag ab. Als Vergleich: Der Ertrag beim konventionellen Apfelanbau liegt bei 25 bis 35 Tonnen pro Hektar, beim ökologischen Apfelanbau sogar nur zwischen 15 und 25 Tonnen pro Hektar. Noch schlechter ist der Ertrag beim Anbau von Getreide, wie Weizen. Im Durchschnitt erwirtschaftet ein konventioneller Betrieb hier sieben Tonnen pro Hektar.


Im Prinzip ist alles eine Frage der Gestaltung. Abhängig von der Klimazone, den Aufwand der betrieben werden soll, der Bodenbeschaffung und der vorhandenen Ressourcen kann für jede Fläche ein individuelles Design erstellt werden, um seine Flächen optimal zu bewirtschaften. In Deutschland gibt es rund 70 Permakultur Designer die diese Dienstleistung anbieten und mit Landwirten und Hobby-Gärtnern individuelle Gestaltungspläne erstellen. Bei Bedarf unterstützen sie auch in der Umsetzung und stehen für Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung.


In unseren Online-Kursen, die ab Juli 2020 verfügbar sind, könnt ihr euch einen genauen Überblick über die Möglichkeiten dieser einzigartigen Anbauform verschaffen.

Weiterführende Kurse werden schon lange vom Permakultur Institut e.V. angeboten.


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