• René Franz

Das Summen und Brummen geht los – Insekten und Wildbienen im Permakultur-Garten

Durch den vielerorts früh und bereits warm einsetzenden Frühling sind in den Gärten die Insekten und Wildbienen schon emsig unterwegs. Im Permakulturgarten gibt es viele Wege, Bestäuberinsekten und Wildbienen ein Zuhause zu bieten und das Ökosystem Permakulturgarten zu stärken.


Neben dem richtigen Lebensraum – also Nisthilfen wie z.B. Totholzhaufen, tote Bäume, aber auch hochwertige Insektenhotels, ist ein ganzjähriges und vielfältiges Nahrungsangebot für die fleißigen Bestäuber sehr wichtig.


Bienen- und Insektenpflanzen im Frühjahr



Im Frühjahr benötigen Wildbienen und Hummeln oft noch keine großen Nektarmengen, da zu Beginn meist nur die Königinnen nach Nahrung suchen um ihre Völker zu gründen. Das bereits vorhandene Angebot durch frühblühende Obstbäume ist meist ausreichend. Sollte es in deiner Gegend im Frühjahr aber keine frühblühenden Bäume und Sträucher geben, kannst du den Wildbienen und Insekten durchaus etwas gutes tun.

  • Pflanze im Spätjahr Krokusse als Zwiebelgewächse – diese blühen meist im März und April

  • Etwas anspruchsvoller ist die Winter- oder Schneeheide "Erica carnea", die sehr früh blüht und große Nektarmengen produziert aber einen eher kalkhaltigen Boden benötigt. Solltest du keine kalkhaltige Stelle im Garten haben, kannst du an der Pflanzstelle aber mit etwas kalkhaltigem Dünger nachhelfen.

  • Dazu passend kannst du das Steinkraut "Alyssum saxatile" pflanzen, das von April bis Juni blüht und ebenfalls einen kalkhaltigen Boden bevorzugt.

  • Neben diesen frühblühenden Sträuchern kannst du natürlich auch klassische Obstgehölze wie z.B. Mandel- Pflaumen- oder Kirschbäume pflanzen. Diese haben allerdings den Nachteil, dass ihre Blüten bei einem frühen Frost zerstört und den Bienen somit keine Nahrung mehr bieten. Also lieber nicht zu sehr auf diese Gruppe fokussieren.


Bienen- und Insektenpflanzen im Sommer



Da die meisten Bienenvölker ab dem Juni schon größer sind, brauchen sie im Sommer ein größeres Nahrungsangebot. Der Borretsch ist in dieser Jahreszeit nicht nur dem Namen nach der Freund der Bienen: da er bis August blüht und viel Nektar produziert, darf er in keinem Permakultur-Bienengarten fehlen. Auch viele Küchenkräuter bieten den Bienen jetzt ein Blütenangebot und den Menschen etwas für die Küche: Thymian, Rosmarin, Basilikum und andere Kräuter erweitern das Nahrungsangebot für Mensch und Tier. Weitere Pflanzen für den Sommer, die ihr einsetzen könnt im Überblick:

  • Für's Auge: Lilien, Ringelblumen, Langriffliger Rosenwaldmeister

  • Bergflockenblume und Straucheibisch

  • Die Katzenminzen "Nepeta cataria" und Nepeta faassenii", die Cataria ist bei Hummeln sehr gefragt.


Bienen und Insektenpflanzen im Herbst



Um den Bienen im Herbst ausreichend Nahrung für die Eiablage zu bieten ist auch im Herbst eine Vielfalt an Blühpflanzen sinnvoll. Im Idealfall schafft man es, dass es keinen Monat ohne Nahrungsangebot für Bienen und Insekten gibt und so ein fast ganzjähriges Angebot an Blühpflanzen da ist. Für den Herbst sind folgende Pflanzen empfehlenswert:

  • Duftnessel

  • Johanniskraut "hypericim hidcote"

  • Kugeldistel

  • Echter Lavendel

  • Bartblumen (Juli bis Oktober)

  • Herbst-Sonnenbraut (Juli bis Oktober)

  • Rauhblatt Aster (August bis Oktober)

  • Höhere Pflanzen bis zu 3m: Sieben Söhne des Himmels und Mönchspfeffer


Und nun viel Spaß beim Anpflanzen und genießen der hoffentlich großen Bienen- und Insektenvielfalt in eurem Garten!



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